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© by Sabine Landeck
Wenn ein Kaninchen angeschafft werden soll, gibt es viele Dinge zu beachten: Was sollte ich vor dem Kauf unbedinngt wissen? Wo kaufe ich meinen neuen Mitbewohner am besten?   Männchen/ Weibchen oder beides?  Innenhaltung oder Außenhaltung? Wie gestallte ich das neue Heim der Ninchen?  Welches Zubehör ist sinnvoll?  Streu, Stroh oder Pelletts... was soll ich nehmen?  Was frißt ein Kaninchen?  Wie muß ich es Pflegen?  Wie Beschäftige ich mich mit dem Zwerg?  uvm.  An dieser Stelle möchte ich versuchen einige dieser Fragen zu beantworten. Natürlich kann ich aber nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. (Ich  Übernehme also keine Garantie für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier gemachten Angaben) Für Anregungen, Lob und selbstverständlich auch Kritik bin ich aber jederzeit dankbar. Wenn darüber hinaus noch Fragen offen geblieben sind einfach anrufen oder mailen. Ich helfe gerne weiter, wenn ich kann... :o) ....sollte man einige wichtige Dinge über Zwergkaninchen wissen !!! 1. Beim Händler/Vorbesitzer Ein Zwergkaninchen sollte nicht jünger als 7-8 Wochen sein wenn es von seiner Mutter getrennt wird. Denn erst in diesem Alter sind die kleinen Racker  selbstständig genug um ohne die Mutter auszukommen. Bitte unterstützen sie keine Händler die jüngere Fellnasen verkaufen. Sie sind verantwortnungslos!  Natürlich sehen die winzig, kleinen Babys noch viel niedlicher aus, aber sie sind meist öfters Krank und Verhaltensgestört. Schauen sie sich genau an wie und wo die Tiere bislang gelebt haben. Macht alles einen sauberen Eindruck? Sehen ALLE Tiere gesund und munter aus? Gibt der Händler/Vorbesitzer  bereitwillig Auskunft auf alle Fragen? Wie groß sind die Eltern der Jungtiere und wie Verhalten sich diese? (Das Verhalten kann bei Zwergkaninchen vererbt werden) Wie lang sind die Ohren des Zwergkaninchens? (Von der Ohrlänge lässt sich die zu erwartene Größe, des ausgwachesen Kaninchens ableiten.) Ein gesundes Kaninchen ist munter, lebhaft und reagiert auf seine Umwelt. Es hat klare, leuchtende Augen und eine trokene Nase. Ohren und After sind  sauber. Es hat dichtes, glänzenden Fell das in die Ausgangsposition zurückspringt, wenn man das Tier gegen den Strich streichelt. Der Bauch ist weich und  die Flanken sind nicht eingefallen.   2. Ein Kaninchen braucht Artgenossen! Damit sich ein Kaninchen rundum wohl fühlt braucht es auf jeden Fall einen Artgenossen. Kein anderes Tier, auch nicht das oftmals empfohlende  Meerschweinchen oder der Mensch, kann ihn ersetzten!!! Wer schon einmal zwei sich gegenseitig leckende/miteinander kuschelnde Kaninchen beobachtet  hat, weiß was ich meine. Trotzdem gibt es einige wichtige Dinge die unbedingt beachtet werden sollten. Mehr dazu weiter unten auf dieser Seite: "Besser zu  Zweit..."   3. Ein Kaninchen braucht viel Auslauf   Das ein Kaninchen einen großen Käfig braucht, halte ich so nicht für ganz richtig. Wenn man dem Kaninchen täglich über mehrere Stunden hinweg Freilauf  bieten kann, kommt es auch mit einem kleineren Käfig für die verbleibene, kurze Zeit klar. Wer also eine kleine Wohnung hat und nicht über genug Platz für  einen geräumigen Käfig verfügt, muß nicht zwangsläufig auf ein Kaninchen verzichten, wenn er ihm ansonsten viel Freilauf in der Wohnung bieten kann.  Natürlich muß dafür Sorge getragen werden, das dem Racker keine Stomkabel oder ähnliches gefährlich werden können. Außerdem besteht auch noch die  möglichkeit die Unterkunft platzsparend in die Höhe zu Bauen. Dazu einfach zwei Käfige übernander stellen und miteinander so verbinden, das ein  selbstständiges auf und ab Hoppeln möglich wird. Im Internet gibt es viele Seiten mit Bauanleitungen. Generell gilt aber natürlich: Je größer desto Besser.  Wenn dann noch die Möglichkeit besteht, dem Zwerg auch mal frische Luft zu gönnen, ist das Kaninchenglück schon fast Perfekt. Es gibt viele Möglichkeiten ein Kaninchen zu kaufen:   · Im Zoofachgeschäft, · beim Züchter · aus privater Hand, · oder aus dem Tíerheim bzw. aus zweiter Hand.   Fast alle diese Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile.   · Im Zoofachgeschäft bekommt man neben dem Tier meist auch alles Zubehör was man für das Kaninchen braucht, viel Fachliteratur und in der Regel auch  eine gute Beratung. Allerdings weiß man nicht woher das Tier stammt und vor allem was es zuvor erlebt hat. Stammt der Zwerg aus einer  "Massenproduktion" hat er in der Regel noch nie wirklich kontakt zum Menschen gehabt. Wenn´s ganz schlecht läuft, wird ein solcher Zwerg bissig, in der  Regel aber werden diese Mümmelmänner nie wirklich Zahm. Denkbar wäre allerdings auch, das die Wackelnäschen aus einer Heimtier-Zufallsverpaarung  stammen. Diese Tiere werden zwar meist bis zur Abgabe in der Zoohandlung gehegt und gepflegt, aber bei beiden Möglichkeiten bleibt der Umstand das die Tiere 1. viel zu früh von der Mutter getrennt werden (die Zoohandlung nimmt die Tiere nur im alter von 5- max. 6 Wochen, denn dann sind die Racker noch  schön klein und niedlich und die verkaufschancen höher) und 2. dem Stress in der Zoohandlung selbst ausgesetzt sind: Das ständige anfassen/streicheln der zahlreichen Kunden, die oft laute, hecktische Umgebung, die ständig wechselnde Gruppensituation... usw. Oft schon habe ich gehört (und auch selbst  zweimal die Erfahrung gemacht) das die Tiere später aggressiv geworden sind. Das heißt aber nicht, das dies immer so sein muss: Unser erstes Kaninchen - Klopfer- haben wir seinerzeit ebenfalls in der Tierhaltung gekauft. Und er war super lieb!!! Fazit: Man muß mit allem rechnen: Positiv wie Negativ.   · Auch unter den Züchtern gibt es große Unterschiede: Solche die aus liebe zum Tier Züchten, solche die irgendwelche Rassemerkmale züchten (meist im  Verein anzutreffen) und andere die glauben das große Geld machen zu können. Wenn man das wohl der Tiere (Tierarztkosten, Impfen, ausgewogene  Ernährung und Auslaufmöglichkeiten) zurückstellt, kann man das vielleicht sogar... Wenn man den Züchter gut beobachtet und auch die  Haltungsbedienungen genau unter die Lupe nimmt, weiß man recht schnell wen man da vor sich hat. Bei verantwortungsvollen Züchtern leben die Tiere in  großzügigen gut belüfteten Boxen/Käfigen. Hier wird auf die Ernährung, Zuchtpausen, und die Gesundheit der Tiere geachtet. Der Züchter geht mit seinen  Tieren liebvoll um und auch die Tiere sind an Menschen insbesondere an den Züchter gewöhnt. Selbstverständlich gibt der gute Züchter dem Käufer gern  Auskunft über die Tiere und zur Haltung im allgemeinen und besonderen... Er fragt seinerseits aber auch viel. Schließlich will er sicher gehen ein gutes Heim für seine Lieblinge gefunden zu haben. Ein guter Züchter spricht eben einfach gern über sein Hobby... ;o) · Aus privater Hand sind es oftmals "ungeplante Unfälle" die es weiter zu vermitteln gilt. Diese Tiere sind in der Regel sehr liebevoll aufgezogen aber  Krankheiten oder Fehlbildungen (z.b. Überbiss etc.) werden hier nur selten erkannt. Auch wird das Geschlecht des Ninchens oftmals falsch gedeutet, so das  sich später zuhause die Schwestern also Pärchen entpuppen. Schnell findet man sie dann ebenfalls in der Situation privater Verkäufer zu sein. Zu allem  Überfluss dann evtl. auch noch Inzucht..?!?! · Im Tierheim kann man einer armen, verlassenen Kreatur eine zweite Chance geben. Zunächst erst mal ein sehr guter Gedanke!!! Aber auch hier gibt es Für- und Wieder ´s. Auch hier weiß man in der Regel nicht was der Zwerg in seinem leben schon alles mit gemacht hat. Wem er gehörte, wie er gelebt hat, usw.  Verhaltensstörungen wie z.b. Bissigkeit können u.U. die Folge sein. Dafür sind die Zwerge hier oft bereits kastriert. Mein Rat: Sollte ihnen ein Zwerg  verstorben sein und sie suchen einen neuen Partner (möglichst im selben Alter) für das verbleibende Tier, suchen sie zuerst im Tierheim oder anderen  Notstationen!!! Viele ganz liebe Mümmelmänner und Frauen sitzen hier ein, weil sie lästig geworden sind und/oder sich niemand mehr um sie kümmert!!! Aber, wo auch immer sie ihr Tier kaufen, sie sollten sich ihr Wunschtier sehr genau ansehen:   · Ist das Kaninchen munter, lebhaft und reagiert auf seine Umwelt? · Ist das Kaninchen rundlich? Also keine herausstehenden Knochen und hat es einen weichen Bauch? · Ist das Fell glänzend und dicht? Nicht struppig!!!   · Sind die Augen klar und frei von Verkrustungen oder gar Ausfluss? · Ist die Nase trocken und sauber? · Sind auch die Ohren sauber und ohne Belag? · Sind die Zähne grade? · Ist die Analregion sauber, trocken und keinesfalls kotverschmiert? Und auch alle anderen Tiere in dem Bestand sollten keine dieser Auffälligkeiten haben, ihr Wunschtier könnte sich bereits angesteckt haben... Außerdem sollte der  Zwerg nicht vor der 7. Woche von der Mutter getrennt werden. Zu früh getrennte Ninchen sind anfälliger für Krankheiten und zeigen auch öfters  Verhaltensstörungen!!!   Kaninchen sind Rudeltiere und leben am liebsten in der Gemeinschaft. Sie brauchen also mindestens einen Artgenossen  zum "Unterhalten", Kuscheln, gegenseitiger Fellpflege, u.s.w. Kein anderes Tier, auch nicht das oftmals empfohlende Meerschweinchen oder der Mensch, kann diesen wichtigen sozialen Kontakt ersetzen. Nachfolgend ein paar Fotos die für sich sprechen... Weibchen und Bock,  verstehen sich so gut wie immer, aber wer nicht immerzu Nachwuchs haben möchte sollte den Bock auf jeden Fall Kastrieren lassen. Empfehlen würde ich eine Kastration ab ca. der 12- 14 Lebenswoche. Zwar muß der Rammler dann noch eine Zeitlang von der Häsin getrennt werden, aber diese Variante ist für das junge Tier nicht so belastend wie eine Frühkastration. Bock und Bock,  lassen sich ebenfalls sehr gut zusammen halten, wenn BEIDE Herren Kastriert sind. Unkastrierte Rammler würden sich aufs heftigste Bekämpfen. Zwei  Kastraten vertragen sich dagegen in der Regel sehr gut miteinander. Weibchen und Weibchen,   diese Konstellation hat ihre Tücken! Am ehesten vertragen sich zwei Wurfschwestern miteinander. Ab der Pubertät (ca. dem 5./6. Lebensmonatonat)  kommt es aber oftmals zu Rangordnungsrangeleien. Dann kann ggf. eine Kastration der Mädels Abhilfe schaffen. Besser wäre es allerdings den Zicken  einen kastrierten Rammler dazu zu setzen, wenn wenn genug Platz vorhanden ist. Dann ist sofort ruhe... ;o) Die Vergesellschaftung   Wenn bereits ein Zwergkaninchen vorhanden ist und ein weiteres dazu kommen soll, ist das grundsetzlich erst mal eine tolle Idee, doch in der Umsetzung leider nicht immer ganz einfach. Es gibt keine Garantie dafür, das sich die beiden jemals mögen werden. Gehen sie daher ganz langsam und behutsam vor. Sie ziehen ja auch nicht gleich mit einem ihnen völlig fremden Menschen in eine gemeinsame Wohnung. Am einfachsten ist es sicherlich, wenn man für die Eingewöhnungszeit einen zweiten Käfig zur Verfügung hat. Stellt man die Käfige kurz nebeneinander und die Tiere bekämpfen sich nicht, sondern  beschnuppern sich nur gegenseitig ist schon mal viel gewonnen. Tauschen sie nun die Einrichtungsgegenstände (Häuschen, Fressnapf...) untereinander  aus, oder setzten sie die Zwerge jeweils in den Käfig des anderen, auf diese Weise gewöhnen sich die Tiere noch besser an den Geruch des Artgenossen. Wenn die beiden bis hierher kein agressives Verhalten zeigen bzw. nicht mehr zeigen, können sie den nächsten Schritt wagen. Wählen sie nun einen  neutralen Boden aus, der beiden Tieren völlig fremd ist. Es sollte genug Versteck möglichkeiten geben, die ebenfalls noch keine Geruchsmarkierungen  tragen dürfen. Lassen sie nun beide Tiere frei laufen. Sie werden hintereinander her laufen und sich beschnuppern. Einer wird den anderen Besteigen und evtl. auch in den Po zwicken. Oft fliegt auch büschelweise das Fell. Bis hierher ist das alles normal. Sie müßen die Rangordnung untereinander klären.  Meine Kinder verlieren in dieser Phase schnell die nerven, ihnen tut der unterlegene Zwerg leid. Doch da muß er durch. Nur wenn sich die Zwei ernsthaft  verletzen und beißen, und garnicht mehr von einander ablassen, müßen sie eingreifen. Aber bitte nicht mit bloßen Händen, die Zwerge beißen wild um  sich und könnten sie verletzen. Ein gezielter Wasserstrahl aus einer Sprühflasche wird die Tiere einen Moment ablenken. Je jünger der Neuankömmling ist desto einfacher wird die Vergesellschaftung. Aber dennoch ist es besser, für ein harmonisches Miteinander, zwei in etwa gleichalte Tiere zu nehmen.   Zunächst mal muß eine grundsäzliche Frage geklärt werden: Innenhaltung oder Außenhaltung? Grundsätzlich ist den Tieren das Leben an der frischen Luft -auf dem Balkon oder im Garten- lieber. Bietet es zumeist auch mehr Gestalltungsmöglichkeiten die Abwechslung bieten. ABER es gibt auch deutlich mehr gefahren: Greifvögel, Katzen, Mader ect. aber auch Hitze und Kälte sind mögliche todesfallen. Auch muß ein Gartengehege gut gegen durchbuddeln gesichert sein. Was jeweils im Jahresverlauf zu beachten ist findet ihr hier: o Außenhaltung allgemein o Außenhaltung im Frühling o Außenhaltung im Sommer o Außenhaltung im Herbst o Außenhaltung im Winter Doch wie groß muss denn der Käfig/Stall nun sein?      Zu diesem Thema haben wir einen tollen Gastartikel von Carina Ewald erhalten. Klick hier Die Einrichtung des Käfigs/Stalls bleibt sich in beiden Fällen aber nahezu gleich: Es sind nur wenige Dinge nötig um es dem kleinen Fellbündel/den kleinen Fellbündeln so richtig gemütlich zu machen.   Ein Schlafhäuschen, möglichst mit einem flachen Dach. Kaninchen lieben erhöhte Aufsichtsplätze und werden vermutlich mehr Zeit auf, als in dem  Häuschen verbringen. Eine Wassertränke die von außen am Käfig befästigt wird hat sich bei mir bewährt. Aber ein Wassernapf der etwas erhöht, zum  Beispiel auf einem Ziegelstein, steht (damit das Wasser nicht so schnell verschmutzt) wird von den Tieren meist bevorzugt. Ein Freßnapf, der nicht zu klein  sein sollte. (Viele Zwerge "speisen" gern gemeinsam) Ganz wichtig ist auch die Heuraufe, damit das für die Zwerge so wichtige Heu nicht mit Urin oder Kot  verschmutzt wird. Auch die Raufe sollte nicht zu klein ausfallen, denn manche Tiere haben einen unglaublich hohen Heu verbrauch. Wenn man die Raufe  dann oben noch mit einem kleinen Brett abdeckt, sinkt die Verletzungsgefahr durch das rein und raus springen, dass ich bei meinen Tieren schon oft  beobachtet habe. Und Kaninchen erhalten gleich noch einen erhöhten Sitzplatz. Meine Ställe habe ich mit einer schicht Kleintierstreu ausgelegt, auf die ich eine schicht Stoh gebe. Das hat den Vorteil, das der Urin der Tiere aufgesaugt wird  und sie dennoch nicht in der feuchten Einstreu stehen müßen.   Für die Innenhaltung sind auch die etwas teureren Strohpellets sehr gut geeignet. Sie sind geruchsbindend und verteilen sich nicht so sehr beim täglichen  Freilauf in der Wohnung...!    In den vielen Jahren in denen ich die Kaninchenzucht betreibe habe ich sehr viele Bilder von "unseren Ninchen" in deren neuem Zuhause erhalten. Erst mal ganz  herzlichen Dank dafür ;o). Oft war ich überrascht und begeistert davon wie liebevoll und kreativ die Gehege für die Mümmelmänner gestaltet worden sind. Viel zu  schade um sie hier nicht den künftigen Wackelnasenbesitzern als "Denkanstöße" zur Verfügung zu stellen...;o) Hier nun die schönsten Ideen:     Die Eingewöhnungsphase Wenn ein Kaninchen einzieht, sollte sein Heim (Käfig, Stall,...) bereits fertig eingerichtet sein. Sie sollten ihm anfangs etwas Ruhe gönnen, damit er alles erst  mal genau kennen lernen kann. Er wird früher oder später, je nach Temprament, anfangen alles zu erschnüffeln. Erst wenn der Zwerg anfängt sich zu putzen oder etwas zu fressen, sollten sie sich ihm vorsichtig auf Augenhöhe nähern. Halten sie ihre Hand in den Käfig aber bedrängen sie den Racker nicht. Er sollte auf sie zukommen um an ihrer Hand zu schnüffeln. Sie können ihm diesen Schritt auch mit etwas Grünfutter erleichtern. Allerdings nur wenn er diese Kost  auch gewohnt ist. (Bei mir gekaufte Tiere bekommen viel und oft Grün- und Saftfutter) Wenn er ihnen aus der Hand frißt können sie ihn vorsichtig streicheln  und wenn er sie gewähren lässt auch aufnehmen. Aber bitte haben sie Gedult mit ihm, manche Tiere brauchen einfach etwas mehr Zeit als andere. Noch ein Hinweiß in eigener Sache: Meine Tiere werden von Beginn an, an Menschen gewöhnt, und zwar an verschiedene Menschen. Meine drei Kinder und  dessen Freunde verwöhnen die kleinen Racker schon früh mit allerhand Leckerbissen und Streicheleinheiten. Natürlich gibt es unter ihnen auch Draufgänger und ehr schüchterne Vertreter aber ich sage ihnen gern wer, wie, wann und warum ist. Kaninchen sind sehr reinliche Tiere.  In der Regel suchen sie sich in ihrem Käfig/ Stall eine Ecke aus, in der sie ihr "Geschäft" verrichten. Eine enorme Arbeitserleichterung ist es, wenn man dort eine  Toilettenecke aus dem Zoofachhandel aufstellt. Und auch sonst ist der tägliche Pflegeaufwand schnell erledigt, wenn man weiß worauf es ankommt. In unserem Stall hängt übrigens, als kleine Gedächtnissstütze für mich und die Kinder, eine Liste mit den wichtigsten Informationen über Ernährung und Pflege der Zwerge. Diese  Liste stelle ich hier gern zum Download zur Verfügung.   Wichtig: Eine saubere Umgebung ist die beste Krankheitsvorsorge.    Täglich:   Der Käfig:   Toilettenecke und Futterschüssel mit heißem Wasser auswaschen und gut abtrocknen. Plattgetretenes Stroh auflockern, damit Kotbällchen nach  unten fallen. Das Kaninchen: Mehrmals am Tag putzen Kaninchen ausgiebig ihr kuscheliges Fell. In der Regel brauchen sie dabei keine Unterstützung, nur bei  Langhaarkaninchen sollte das Fell zusäzlich mit einer weichen Tierhaarbürste gekämmt werden. Viele Zwerge (egal ob Kurz- oder Langhaar)  genießen diese zusätzlichen Streicheleinheiten. Baden darf man die Zwerge nicht. Die Erkältungsgefahr ist zu hoch. Die Afterregion sollte täglich  untersucht werden. Verschmutzungen, (z.B. Kotrückstände) können auf eine Krankheit hinweisen. Verkrustungen können sie mit einem feuchtem  Tuch und etwas Wasser vorsichtig abreiben. Vor allem Kaninchen in Außenhaltung müßen genauestens auf kleinere Wunden am Körper untersucht werden. (Fliegen legen dort gerne ihre Eier ab) 1-2 x pro Woche Der Käfig:   Trinkflasche mit Flaschenbürste und Röhrchen mit Wattestäbchen reinigen. Streu komplett wechseln und erneuern. Bei Bedarf:   Der Käfig:   Schlafhäuschen, Zwischenboden und Heuraufe mit heißem Wasser gründlich reinigen. Das Kaninchen: Ohren zwischendurch kontrollieren und ggf. säubern. Am besten geht das mit einem Papiertaschentuch, meist ist dies aber nur bei Widderzwergen ervorderlich, da die Ohren bei ihnen nicht so gut “belüftet” werden. Zahnkontrolle ..die oberen Schneidezähne müßen knapp über die unteren greifen Die Geschlechtsecken ... hier lagern sich manchmal Sektete ab, einfach mit einem Wattestäbchen vorsichtig reinigen. Krallen schneiden ...geht am besten mit einer Krallenzange, lassen sie sich dies am Besten erstmal von einem Tierarzt zeigen.   Die Frage "Was darf mein Zwergkaninchen alles essen?" hat mich seinerzeit viele Stunden Recherche im Internet gekostet. Gefunden, was ich suche, hab ich allerdings nicht. Deshalb habe ich nun selbst eine Liste erstellt, mit allen möglichen Futterpflanzen von denen ich weiß, das Kaninchen sie gerne mögen. Sollte ich etwas  wichtiges Vergessen haben, bitte ich um eine kurze e-mail. Ich werde es dann gerne (nachdem ich es ausprobiert habe) in diese Liste mit aufnehmen. In unserem Stall hängt übrigens, als kleine Gedächtnissstütze für mich und die Kinder, eine Liste mit den wichtigsten Informationen über Ernährung der Zwerge. Diese Liste stelle ich  hier gern zum Download zur Verfügung. Die zukünftigen Besitzer meiner Mümmelmänner bekommen sie, auf Wunsch, von mir ausgedruckt. Zum Thema  “Zubereitung von Obst und getrocknetes Obst als Kaninchenfutter” habe ich einen Gastartikel online gestellt.    Nun aber erst einmal grundsätzliche Tipps zur Ernährung... Täglich:  Frisches, sauberes Heu und frisches, handwarmes Wasser müßen dem Zwerg immer zur Verfügung stehen. Gutes Heu hat eine grünliche Farbe, duftet  aromatisch und fühlt sich nicht zu weich an. Es sollte möglichst viele verschiedene Gräser, Blüten und Kräuter enthalten. Das Heu reichen sie am besten  morgens in einer Heuraufe, die nach oben hin abgedeckt ist. Damit stellen sie sicher, das daß Heu nicht von den Zwergen verunreinigt werden kann. UND:  Viele Kaninchen richten sich gern in der Heuraufe ihren Schlafplatz ein, dies sieht zwar niedlich aus, ist aber sehr gefährlich! Zu schnell bleiben die  Mümmelmänner darin hängen und sterben in kürzester Zeit aus purer Panik. Beim Wasser bietet sich am ehesten eine Wassertränke an. Ein Wassernapf wird von den Zwergen zwar bevorzugt, verschmutzt aber leicht. Um dem etwas vorzubeugen, sollte der Napf im Käfig etwas erhöht (z.B. auf einem Stein) stehen. Zwischendurch abwechseld Grün- und Saftfutter. Pro Tier etwa eine hohle Hand voll. Diese Leckereien füttern sie am besten aus der Hand. Das Stärkt das  vertrauensvolle Verhältniss zwischen ihnen und ihrem Zwerg. Aber Vorsicht: Wenn der Zwerg diese wichtige Kost nicht gewohnt ist, bitte ganz behutsamm  damit anfangen. Sonst drohen Verdaungsprobleme.  Zum Abschluß, also ca. gegen Nachmittag bzw. Abend etwa 3 El. Trockenfutter pro Tier und Tag, in einem nicht zu kleinen Fressnapf. Zwergkaninchen  mümmeln gern gemeinsam. 1-2 x pro Woche  Knabberkost 2-3 Zweige, abwechselnd mit Zwieback oder Knäckebrot Bei Bedarf   Gewürzkräuter wie Petersilie (kleiner Bund)   Ein Kaninchen braucht nicht nur eine menge Auslauf, sondern sollte dabei auch beschäftigt werden. Denn auch der schönste Freilauf, wird schnell langweilig, wenn  es nichts neues zu entdecken gibt, oder der Spielkamerad fehlt. Das hört sich aufwendiger an, als es tatsächlich ist. Viel braucht so ein Fellbündel zum Glücklichsein  eigendlich nicht. Ihm reicht es oftmals schon, wenn der Auslauf immer mal wieder etwas umgestaltet wird, oder es einige Leckerreien zu entdecken gibt. Mit wenigen Handgriffen und ein paar alten Pappkartons oder ähnlichem, kann man den Rackern einen richtig kleinen Abenteuerspielplatz bauen. Ich habe hier  einige pfiffige Ideen zusammengetragen die nicht viel kosten und ganz leicht nach zu machen sind.   Aber auch der schönste Abenteuerspielplatz kann den Artgenossen nicht ersetzen. Zu zweit macht eben alles doppelt so viel Spaß. Futter erarbeiten:   Futterleine  Legen sie das Grün- und Saftfutter nicht einfach in den Käfig. Es hält die Racker Fit und Gesund wenn sie sich danach recken müßen. Ganz besonders schön  ist es auch, dem Nachwuchs bei den Gleichgewichtsübungen zuzusehen. Dazu habe ich im Stall oberhalb einen Draht gespannt und hänge dort mit Hilfe von Wäscheklammern das Futter auf. Eben so gut lassen sich die Leckereien aber auch am Käfiggitter festklemmen. Ein kleiner Futterball aus Metall erfüllt im  großen und ganzen eigentlich den selben Zweck, doch darin lassen sich zusätzlich gut auch mal Karotten o.ä. anbieten. Zweige, lassen sich übrigens ebenfalls gut aufhängen. Snackball  Begeistert bin ich auch von unserem kleinen Snackball. Einige Zwerge rollen ihn unermütlich vor sich her. Immer in der Hoffnung das allerlei Leckereien aus der kleinen Öffnung fallen. Wenn sie das Interesse daran verlieren, weiß ich genau: Er ist leer ! Verstecken  Manchmal verstecke ich auch einfach das Futter irgendwo im Freilauf, in einer Höhle oder auf einem Steinhaufen. Für die Zwergkaninchen vergrabe ich es  auch schon mal in der Buddelkiste, dann wird eifrig gebuddelt und alle helfen mit.   Papprolle  Auch aus einer Toilettenpaperrolle lassen sich pfiffige Sachen machen. Meine Kinder legen dort z.B. auch schon mal einige Drops hinein und verschließen die Rolle dann an den Seiten mit frischen Heu. Von den kalorienreichen Drops halte ich an sich nicht so viel, meine Kinder kaufen sie von Zeit zu Zeit. Aber  wenn die Zwerge damit tüchtig beschäftigt werden, ist das soweit schon in Ordnung. Und die Fellbündel freuts.   Eine andere möglichkeit ist es auch Pellets in die Papprolle zu bohren. Auch so ist Knabberspaß garantiert.   Buddeln und Graben:  Buddelkiste   Kaninchen buddeln für ihr Leben gern. In der Natur leben sie in großen, unterirdischen Höhlen mit vielen Tunneln und Gängen. Ständig sind sie damit  beschäftigt neue Fluchtmöglichkeiten zu schaffen. Daher kommt es ihrem natürlichem Trieb entgegen, wenn sie auch in Heimtierhaltung die möglichkeit  bekommen, nach Herzenslust in Erde, Sand ähnlichem Graben können. Dazu bietet sich eine, nach oben geschloßende, Katzentoilette an, die mit Sand oder Erde gefüllt wird. Ein stabiler Pappkarton, in den ein kleines Durchschlupfloch geschnitten wird, tut es aber auch.   Außengehege   In einem Außengehege sollte darauf geachtet werden, das der Zwerg sich nicht "in Windeseile" einen Fluchttunnel aus dem Gehege baut. Die im Handel  angebotenen, fertigen Ställe sind bestenfalls für den stundenweisen Aufendhalt im Garten geeignet und sollten immer mal wieder umgesetzt werden.  Besser ist es, wenn genug Platz im Garten vorhanden ist, einen Außlauf selbst zu bauen. Den Gehegeboden dann z.B. Ausbetonieren, oder so wie ich es  gemacht habe, Maschendraht eingraben. In einer Ecke des Außlaufes habe ich dann eine Sandmulde angelegt und in der anderen einen Erdhügel  aufgeschüttet. Auf diese Weise können die Zwerge ihrem Trieb nachkommen, aber nicht durchbrennen. Verstecken und Klettern:   In einer Landschaft aus Steinen, Erde, Sand, Tunneln, Brücken, verschiedenen Ebenen, spielen Kaninchen sehr gern. Im Handel werden eine vielzahl  möglicher Einrichtungsgegenstände angeboten. Aber auch im Baumarkt und natürlich in der Natur wird man fündig. Hohle Baumstämme, Ziegelsteine,  Abflußrohre (100 ter aus dem Baumarkt), Pappkartons, Rollpalisaden, Zweige, sogar Legosteine (Doplo) oder Holzbausteine der Kinder sind geeignet. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt
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